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Yoga am Morgen

mit einer Variation von cat and cow

Wer kennt sie nicht?

Diese morgendliche Steifheit. Du bist noch nicht ganz wach und spürst deine Beine nicht mehr. Ganz langsam bringst du deine Achtsamkeit nach unten zu den Füssen und beginnst sie leicht zu bewegen. OK, sie sind noch da! Aber dann spürst du, wie schwer sie sich bewegen lassen und welche Schmerzen es verursacht.

Direkt neben meinem Bett steht ein Bücherregal mit einer Oberkante gleich einer Arbeitsplatte, also ähnlich wie bei dem Stuhl.

Ich quäle mich dann langsam aus dem Bett und lege meine Hände auf das Regal und strecke mich.

Meine Füsse stehen dabei hüftweit, meine Beine sind gestreckt und ich schiebe meine Sitzbeine nach hinten weit raus, mein Brustbein ziehe ich nach vorne.

Mit meiner Ausatmung lasse ich langsam mein Brustbein in die Tiefe sinken, sodass eine Krümmung von den Sitzbeinen bis zu den Handflächen entsteht.

 

Mit meiner Einatmung beginne ich langsam mich von meinem Nabel ins Brustbein nach oben zu ziehen und die Wirbelsäule richtig schön nach oben aufzurunden.

Diesen Ablauf kannst du langsam mit deiner Atmung wiederholen. Mit deiner Einatmung rundest du deinen Körper über deine Bauchnabel nach oben auf und mit deiner Ausatmung kannst du fast  in ein Hohlkreuz kommen. Wir nennen diesen Ablauf auf den Knien stehend, 'cat and cow', oder auch Kuh/ Katze. Es ist auch schon fast ein kleiner Flow, weil wir über unseren Atmen in die Bewegung kommen. Wir lassen, sozusagen, den Atem die Bewegung ausführen. 

Mit 'cat and cow' hat du auch gleichzeitig eine wunderbare Atemwahrnehmung.

 


Nun beginne mit der Erweiterung dieses Flows und lassen direkt den Atem weiter fliessen. Ausatmend ziehst du dich in den runden Rücken, mit beiden Füssen fest auf dem Boden stehend, hebe dich dann mit deiner Einatmung auf die Zehenspitzen und stützt dich an dem Stuhl, oder Bücherregal, Küchenablage o.ä. ab und schiebe dein Brustbein sanft zwischen deinen Oberarmen nach vorne. Mit deiner Ausatmung schiebst du dann deine Fersen in Richtung Boden nach unten, sodass eine schöne Streckung der Rückseiten deiner Beine zu spüren ist und gleichzeitig eine leichte Herzöffnung geschieht. Deine Oberarme liegen dann sanft in Richtung seitliche Rippen.

Du streckst, du stärkst deinen Körper und füllst ihn gleichzeitig mit deinem Atem auf. Du verbindest deinen Atem mit deinem Körper, sie werden eine Einheit. Und wenn du dich darauf einlässt und deinen Atem kräftigend, aber doch sanft und ruhig ausführst , kannst du wahrnehmen wie deine Gedanken und deine Empfindungen auch langsam ruhiger werden.

Und genau da beginnt dein Yoga!